11.06.2014

30 Jahre Bürgerfunk in Deutschland

Bundesverband Bürger- und Ausbildungsmedien (bvbam) und Bundesverband Offener Kanäle (BOK) vereinbaren Kooperation – Bürgerfunk als Plattform lokaler Meinungsvielfalt, medienpädagogischen Lernort und Lehrort für Qualifizierung und berufliche Bildung stärken

Der Bundesverband Bürger- und Ausbildungsmedien und der Bundesverband Offene Kanäle (BOK) wollen künftig zur weiteren Stärkung des Bürgerrundfunks in Deutschland beitragen und eng zusammenarbeiten. So soll künftig ein gemeinsamer Newsletter die Bürgermedien  im TV- und Hörfunkbereich sowie die interessierte Öffentlichkeit über neue Entwicklungen und Ereignisse des Bürgerfunks informieren. Beide Verbände unterstützen und bewerben ab sofort die Kampagne „Bürgermedien gegen Rechtsextremismus“ und die damit verknüpfte Verleihung des Nationalen Bürgermedienpreises 2014. Auch bei der Organisation von Fachtagungen und der Vertretung des Bürgerfunks gegenüber Öffentlichkeit und Politik wird die Kooperation intensiviert.
Dies teilten der Vorsitzende des BOK,  Armin Ruda, sowie der Vorsitzende des bvbam, Dr. Wolfgang Ressmann, nach einer gemeinsamen Vorstandssitzung in Hannover mit.

„30 Jahre nach Aufnahme des Sendebetriebes des ersten Offenen Kanals in Ludwigshafen 1984 gewinnt der Bürgerfunk in seinen unterschiedlichen Erscheinungsformen in Deutschland als demokratische Plattform lokaler Meinungsvielfalt, als medienpädagogisches Lernfeld und als Ort der Qualifizierung und beruflichen Bildung immer mehr an Bedeutung“, sagten Ressmann und Ruda.

BOK und bvbam tragen durch die jetzt vereinbarte intensive Zusammenarbeit dieser Entwicklung Rechnung. Der Bürgerfunk in Deutschland erfüllt vor dem Hintergrund der Umstrukturierungen im Printsektor und der oftmals mangelnden wirtschaftlichen Rentabilität privater regionaler bzw. lokaler TV- und Hörfunkveranstalter zunehmend eine publizistische Ergänzungsfunktion. Dabei ersetze das Internet nicht den Bürgerfunk, sondern stelle für die Bürgersender ein weiteres wichtiges Arbeitsfeld dar. Deshalb müsse auch künftig eine ausreichende Finanzierung der Bürgersender sichergestellt sein.

Im 30. Jahr des Bürgerfunks sind die Kooperationsvereinbarungen zwischen BOK und bvbam somit auch ein wichtiger Schritt für eine nachhaltige Vertretung der Interessen des Bürgerfunks, für eine Verbesserung der Serviceleistungen für die Bürgermedien und zur gemeinsamen Formulierung von Positionen und Anregungen für die Weiterentwicklung.

Rückfragen an:

bvbam: Dr. Wolfgang Ressmann, Prinzregentenstraße 48, 67063 Ludwigshafen, Tel.: 0621-524065, E-Mail: wolfgang.ressmann@ok-lu.de
BOK: Armin Ruda, Rainer-Dierichs-Platz 1, 34131 Kassel, Tel.: 0561-9200920, E-Mail: vorstand@bok.de