30.06.2014

Kunst und Kriminalprävention – eine sehr gute Kombination!

Wettbewerb „EXTREMISMUS UND FREMDENFENDLICHKEIT SIND OUT!“ 2015

Das Landeskriminalamt Mecklenburg-Vorpommern und die Medienanstalt Mecklenburg-Vorpommern setzten auch in diesem Jahr die erfolgreiche Kooperation mit dem Caspar-David-Friedrich-Institut der Universität Greifswald fort und luden die Studierenden aus dem Fachbereich Bildende Kunst zu einem Wettbewerb ein: Sie konnten einen Plakatkalender für das nächste Jahr gestalten.

Das Thema des Plakatmotives für das Kalenderjahr 2015 ist „EXTREMISMUS UND FREMDENFENDLICHKEIT SIND OUT!“. Die Studierenden hatten die Aufgabe, insbesondere für Jugendliche Kalendermotive zu entwickeln und in einer künstlerischen Harmonie mit der Kalenderfunktion zu vereinen. Künstlerische Bearbeitungen waren in verschiedenen Medien – wie Zeichnung, Fotografie, Grafik, Malerei oder einer Collage – möglich. Die Studierenden werden nun ihre Entwürfe einer Experten-Jury vorstellen.

Am 03.06.2014 wurden in der „Alten Druckerei“ Greifswald 19 Entwürfe vorgestellt und diskutiert. Aus den vorliegenden Entwürfen wurden 10 Kalender für die weitere Bearbeitung ausgewählt.

Die Endauswahl und Präsentation der Kalender wird am 03.07.2014 um 10:00 Uhr im Senatssaal des Rathauses der Hansestadt Greifswald stattfinden.

Interessierte Pressevertreter sind hierzu herzlich eingeladen.

Das Auswahlgremium setzt sich aus Vertretern des Präventionsrates Greifswald, der Medienanstalt M-V, des Innenministeriums M-V, der Polizeiinspektion Anklam, des Landeskriminalamtes M-V, des Jugendamtes Vorpommern-Greifswald, der Kunstwerkstätten Greifswald, von Greifswald TV sowie Studierenden der Universität Greifswald und 30 Schülerinnen und Schülern aus Greifswald zusammen.

Die drei Erstplatzierten werden mit Geld- und Sachpreisen prämiert, und ihre Kalender werden gedruckt. Mit finanzieller Unterstützung der Medienanstalt M-V ist es auch in diesem Jahr möglich, die Auszeichnungen wie folgt zu gestalten:

     1. Platz   500 Euro und eine Buchprämie von 200 Euro
                     Druckauflage des Kalenders: 1.500 Exemplare

     2. Platz   250 Euro und eine Buchprämie von 150 Euro
                     Druckauflage des Kalenders: 700 Exemplare

     3. Platz   150 Euro und eine Buchprämie von 100 Euro
                     Druckauflage des Kalenders: 500 Exemplare

Hintergrund:

Beginnend mit dem Jahr 1998 entwickelte und verteilt das Landeskriminalamt Mecklenburg-Vorpommern jährlich Anti-Drogen-Kalender. Ziel war es insbesondere Jugendliche über die verheerenden Folgen des Drogenkonsums aufzuklären.

Um die Kalender zeitgemäßer und zielgruppenorientierter zu gestalten wurde im Jahr 2010 in Kooperation mit dem Caspar-David-Friedrich-Institut der Universität Greifswald vereinbart, in einem jährlichen Wettbewerb der Studierenden aus dem Fachbereich Bildende Kunst Wandkalender (Format A 1) entwerfen zu lassen.

Die Platzierungen werden von einer rund 20-köpfige Experten-Jury, der Vertreter von Jugendämtern, der Regionalstelle für Suchtvorbeugung und Konfliktbewältigung, der Landeskoordinierungsstelle für Suchtvorbeugung M-V, der Universität Greifswald, der Medienanstalt M-V sowie Frau Dr. Dembski vom Präventionsrat der Stadt Greifswald angehören, ermittelt.
Da die „Designer“ im gleichen Alter wie die Zielgruppe sind, entsprechen die künstlerischen Leistungen den Erwartungen der Abnehmenden.

Die Anti-Drogen-Kalender wurden landesweit mit großem Interesse über die Präventionsbeamten der Landespolizei, Jugendclubs, Schulen etc. verteilt und fanden auch in der Schweiz und Österreich Beachtung.
Die hohe Akzeptanz der Kalendermotive bei den unterschiedlichen Zielgruppen sowie bei den Trägern der landesweiten Drogen- und Suchtprävention zeigt, wie wichtig es ist, „richtige Signale“ zu setzen. 2010 wurde dem Studenten Daniel Salinas-Lange die Möglichkeit gegeben, die Kalender auf dem Deutschen Präventionstag in Hannover zu präsentieren. Das dortige große Interesse an den Kalendern ist ein Zeichen der erfolgreichen Kooperation mit dem Caspar-David-Friedrich-Institut.

Im Jahr 2012 wurde aus aktuellem Anlass das Thema „Neue Medien“ gewählt. Die neuen Kalender für das Jahr 2013, mit denen insbesondere Jugendliche vor dem Missbrauch und den Gefahren der „Sozialen Netzwerke“ gewarnt werden sollen, wurden aus Anlass des Mediensicherheitstages am 30. Oktober 2012 in der IHK zu Schwerin präsentiert. Insgesamt wurden 6 Motive mit einer Auflage von 3.000 Stück gedruckt.

PM Kunst und Kriminalprävention - eine sehr gute Kombination! (141 KB)