12.09.2014

Spielspaß für Kinder: Auf die Inhalte kommt es an

Die Tage werden kürzer, der Herbst naht: Viele Kinder spielen da wieder öfter Games. Damit dem Spielspaß nichts im Wege steht, hat „SCHAU HIN!“, der Medienratgeber für Familien, einen Zeichentrickfilm veröffentlicht, der Eltern unterhaltsam einige Tipps dazu bietet.

Gruselige Monster im Weltall, die er nur mit Laserpistolen aufhalten kann: Mirko schreckt aus einem Albtraum hoch. Mama Doris und Papa Toni erkennen an seinem Blick auf die Handkonsole, dass das am neuen Spiel liegt, das er vor kurzem geschenkt bekommen hat. Das scheint wohl nicht das richtige für ihn gewesen zu sein. Was tun? „SCHAU HIN! Was Dein Kind mit Medien macht“, der Medienratgeber für Familien, weiß Rat und gibt in der nun veröffentlichten Episode „Mirko und die Games“ der „Familie Schaumann“ kurzweilig und kompakt Tipps, wie Eltern ihr Kind beim Umgang mit Games begleiten können. Mit der Zeichentrick-Familie will „SCHAU HIN!“ auf informative und unterhaltsame Weise Eltern für die Mediennutzung ihrer Kinder sensibilisieren.

1. Altersgerechte Spiele wählen
Eine erste Orientierung bei der Auswahl kindgerechter Computerspiele bietet die Altersfreigabe der „Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle“ (USK). Auf jedem Spiel findet sich eine entsprechende Kennzeichnung auf der Verpackung. Spiele ohne Jugendfreigabe sind für Kinder und Jugendliche tabu. Allerdings sagt die Altersbegrenzung nichts über die Qualität und die tatsächliche Eignung eines Spiels aus. Deshalb ist es wichtig, sich vor dem Kauf über das Spiel zu informieren. Zum Beispiel auf www.schau-hin.info im Bereich „Games“. Hier finden Interessierte Spieleempfehlungen, eine Bildstrecke mit Seiten für kindgerechte (Online-)Spiele sowie eine Spieldatenbank unterteilt nach Genres und Altersstufen in Kooperation mit dem Jugendamt Köln. Eine zusätzliche Orientierungshilfe bieten Plattformen wie „Spielbar“, „Spieleratgeber NRW“ oder Softwarepreise wie „Pädi“, „Giga Maus“, „Tommi“ und „digita“.

2. Gemeinsam spielen
Am besten nehmen sich Eltern die Zeit, ihr Kind von Beginn an in diese für sie noch unbekannte Welt zu begleiten. So zeigen sie ihr Interesse, gewinnen ein Gefühl dafür, welche Spiele ihr Kind besonders mag und können beobachten, wie es darauf reagiert. Nicht alle Spiele müssen Eltern gefallen. Jedoch können sie darauf achten, dass es ihren eigenen Werten entspricht und ansonsten das Gespräch suchen sowie etwaige Spielverbote genau begründen.

3. Zeiten und Regeln vereinbaren
Wichtig sind klare Regeln, um gemeinsam zu vereinbaren, welche Games Kind wie oft und wie lange spielen dürfen. Als Richtwert gilt: Kinder bis fünf Jahre sollten nicht länger als eine halbe Stunde, und Kinder bis neun Jahren maximal eine Stunde und ältere Kinder täglich vor dem Bildschirm verbringen – ob Games, TV, oder Internet. Kinder ab zehn Jahren können sich zunehmend selbstständig ein bestimmtes Zeitbudget pro Woche einteilen. Dieses kann zunächst bei etwa neun Stunden liegen und mit zunehmendem Alter steigen. So kann es an manchen Tagen länger spielen und an anderen dafür eine Spielpause einlegen. Auch hier bestätigen Ausnahmen die Regel. Denn mit einem Computerspiel ist es bisweilen wie mit einem Buch – wenn es spannend ist, will man auch das Kapitel noch zu Ende lesen. Eltern sollten daher nicht zum Spielverderber werden, sondern ihrem Kind erlauben, ein Level zu Ende zu spielen und den Spielstand zu speichern.

Weitere Informationen
Die Filme „Mirko und die Games“ und „Mamas Passwort“ sind auf der Website www.schau-hin.info im Bereich „Service“ unter „SCHAU HIN! Filme“ zu finden: www.schau-hin.info/service/schau-hin-filme. In zwei Wochen wird hier eine weitere Episode „Mirko allein im Netz“ veröffentlicht. Die Videos können direkt in andere Websites oder Social Media-Kanäle eingebunden werden (Credit „SCHAU HIN!“ mit url, Bitte um kurzen Hinweis mit Beleglink an das Projektbüro). Auf der Website gibt es auch einen aktualisierten Flyer „Games“ im Bereich „Service“ zum Herunterladen (www.schau-hin.info/service/downloads) und zum Bestellen.

„SCHAU HIN! Was Dein Kind mit Medien macht.“ ist eine gemeinsame Initiative des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, des Telekommunikationsunternehmens Vodafone, der beiden öffentlich-rechtlichen Sender Das Erste und ZDF sowie der Programmzeitschrift TV SPIELFILM. Der Medienratgeber für Familien unterstützt seit 2003 Eltern und Erziehende dabei, ihre Kinder im Umgang mit Medien zu stärken.