30.10.2014

Fernsehen an Halloween

Von der Faszination am Fürchten

Ausgehöhlte Kürbisse zieren den Wegrand, verkleidete Kinder sind unterwegs, und auf Partys feiern Vampire mit Hexen und Gespenstern. Auch das Fernsehen wartet rund um Halloween mit einem gruseligen Programm auf. Das fasziniert Kinder, kann sie aber auch ängstigen. „SCHAU HIN! Was Dein Kind mit Medien machen“, der Medienratgeber für Familien, rät Eltern: der Inhalt muss zur Reife und Fernseherfahrung des Kindes passen.

„Kinder nehmen Filme und Sendungen je nach Alter oder Stimmung unterschiedlich wahr“, betont Kristin Langer, Mediencoach von „SCHAU HIN!“. Für Kinder im Vor- und Grundschulalter sind die Grenzen zwischen Fiktion und Wirklichkeit noch fließend. Gespenster, Monster, Hexen und Vampire können dabei realer erscheinen, als sie sind. So faszinieren Gruselfilme Kinder und regen ihre Fantasie an, gerade wenn sie mit Ängsten spielen. Sie können aber auch Kinder ängstigen und bis in ihre Träume begleiten. Je jünger Kinder sind, desto intensiver ziehen Geräusche, Musik und szenische Effekte sie in den Bann. Dazu gehören gerade auch alltägliche Geräusche wie das Knallen einer Tür, das Heulen des Windes, Blitz und Donner sowie das Spiel mit Licht und Schatten.

So macht Gruseln wirklich Spaß macht

Richtig Spaß, sich zu gruseln, haben Kinder tatsächlich erst mit einiger Fernseherfahrung, also ab etwa acht Jahren. Sie können bei altersgerechten Angeboten mitfiebern und sich dabei gleichzeitig über Schreckmomente amüsieren, um selbst einen Abstand zur erzeugten Aufregung zu schaffen. Dadurch lassen Kinder das Gesehene nicht zu nahe an sich herankommen und können mit einem guten Gefühl abschalten. Wichtig ist auch ein zeitlicher Abstand zum Schlafengehen. „Das TV-Programm rund um Halloween ist ein guter Anlass für Eltern, auf die Reaktionen ihrer Kinder beim gemeinsamen Fernsehen zu achten und mit ihnen das Gesehene zu besprechen. Dies hilft Kindern, das Erlebte besser einzuordnen und zu verarbeiten“, rät Kristin Langer.

Keine Gewalt in Gruselfilmen für Kinder

Kinderfreundliche Gruselfilme verzichten auf drastische Gewaltszenen und vermeiden Gestaltungsmittel wie laute oder plötzliche Geräusche und bösartige Fabelwesen. Wichtig ist, dass der Spannungsbogen angemessen ist und sich das Gruseln in einem guten Ende auflöst. Darauf sollten Eltern bei der Auswahl einer Sendung achten und sich vorher darüber informieren.

Altersfreigaben sind noch keine pädagogische Empfehlung

Die Altersfreigaben der Freigaben Freiwilligen Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK) bieten eine erste Orientierung, sagen aber noch nichts darüber aus, ob der Film tatsächlich für diese Altersgruppe zu empfehlen ist. So kann ein Film mit FSK 6 erst für Kinder ab 8 Jahren ratsam sein. Generell sollten Kinder nur zu passenden Zeiten fernsehen. So laufen nach 20 Uhr auch Inhalte, die für Kinder unter 12 Jahren, und nach 22 Uhr auch Inhalte, die für Jugendliche unter 16 Jahren ungeeignet sind. Hier ist ein klares „Nein“ wichtig, aber auch, dass Eltern ihrem Kind erklären, warum es den Film (noch) nicht sehen kann.

„SCHAU HIN!“ bietet auf www.schau-hin.info Bildstrecken mit kindgerechten Filmen, Webseiten, und (Hör-)Büchern zu Halloween. Aktuelle TV-Tipps finden Eltern auch in der kostenlosen „SCHAU HIN!“-App für iOS und Android (www.schau-hin.info/app). Weitere Programminformationen bieten der Ratgeber FLIMMO (www.flimmo.tv), die Kinderseiten der öffentlich-rechtlichen Sender www.tivi.de, www.kika.de, www.wdrmaus.de/elefantenseite und www.checkeins.de sowie die Kinderseiten von Programmzeitschriften wie der TV Spielfilm (www.tvspielfilm.de/tv-tipps/kids-tv).

„SCHAU HIN! Was Dein Kind mit Medien macht“ ist eine gemeinsame Initiative des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, des Telekommunikationsunternehmens Vodafone, der beiden öffentlich-rechtlichen Sender Das Erste und ZDF sowie der Programmzeitschrift TV SPIELFILM. Der Medienratgeber für Familien unterstützt seit 2003 Eltern und Erziehende dabei, ihre Kinder im Umgang mit Medien zu stärken.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:
Projektbüro “SCHAU HIN!” | Karsten Neumann
Telefon: 030 52 68 52-132 | Telefax: -222
presse@schau-hin.info | www.schau-hin.info

Anmerkung für Redaktionen: Wir vermitteln auch gern Interviewpartner zu dem Thema.

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