19.11.2014

Wunschzettelcheck: Welche Medien unterm Weihnachtsbaum?

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Zu Weihnachten steht bei zahlreichen Kindern und Jugendlichen ein Smartphone, Tablet oder eine Konsole auf dem Wunschzettel. Der Handel bietet gerade zur Adventszeit neue Produkte an. Eltern können hier leicht den Überblick verlieren. SCHAU HIN!, der Medienratgeber für Familien, gibt Tipps, welche Mediengeschenke für welches Alter am besten geeignet sind.

„Mediengeräte sollten für Kinder zwischen drei und sechs Jahren noch keine große Rolle spielen und gehören deshalb nicht auf den Gabentisch“, rät Kristin Langer, Mediencoach von „SCHAU HIN! Was Dein Kind mit Medien macht“. Ab drei Jahren sind übersichtliche und möglichst werbefreie Kinderbuch-Apps, Bilderbücher, Hörspiele oder auch altersgerechte Filme bis 30 Minuten die richtige Geschenkidee. Für Kinder ab sechs Jahren machen auch Apps und Bücher zum Lesenlernen, längere Kinderfilme bis etwa 60 Minuten und altersgemäße Computer- oder Konsolenspiele Sinn, die sich gemeinsam spielen lassen. Zudem eignen sich auch MP3-Player oder elektronisches Spielzeug ohne Internetzugang. Ab neun Jahren kommen auch Handys und Spielkonsolen mit deaktiviertem Internetzugang in Frage. Ab zwölf Jahren empfehlen sich auch Smartphones, Tablets, Laptops und Konsolen, wenn Kinder schon etwas Surferfahrung haben und wichtige Sicherheitsregeln kennen.

Sicher surfen auf neuen Geräten

Entscheiden sich Eltern für ein internetfähiges Gerät, sprechen sie am besten mit ihrem Kind über den Datenschutz, sicheres Chatten, Urheberrechte sowie ungeeignete Seiten und vereinbaren, dass es sich bei Problemen an sie wendet. Zudem ist es ratsam, Sicherheitseinstellungen zu aktivieren und eine Jugendschutzsoftware zu nutzen. Bei jüngeren Kindern sollte der Internetzugang zunächst ausgeschaltet bleiben. „Sicherheitseinstellungen, die Installation von Programmen und das Herunterladen von Apps sind zunächst Elternsache“, empfiehlt Langer.

Bei der Auswahl können Eltern nach vorheriger Prüfung mit ihren Kindern entscheiden. Altersempfehlungen in App-Shops beruhen auf eigenen Angaben der Hersteller und dienen nur bedingt zur Orientierung. Besser geeignet sind hier pädagogische Empfehlungsportale wie www.app-tipps.net und www.datenbank-apps-fuer-kinder.de. Anwendungen mit In-App-Käufen sind zumindest zu Beginn weniger geeignet. Generell gilt es auch die laufenden Kosten im Blick zu haben; ein Prepaid-Vertrag und ein Kosten-Airbag helfen dabei.

Alterskennzeichnung bei Filmen und Games beachten

Wichtig ist die Beachtung der Altersfreigabe, die auf den Verpackungen der Produkte steht. Rechtlich verbindliche Hinweise bieten die Freiwillige Selbstkontrolle Filmwirtschaft (FSK) bei Filmen sowie die Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) bei Computer- und Videospielen. Diese Alterskennzeichnungen bieten jedoch nur eine erste Orientierung und sagt wenig über Inhalt und Qualität aus. Deshalb sollten sich Eltern vorab darüber informieren und Empfehlungen hinzuziehen. Empfehlungen zu geeigneten Filmen und Spielen finden sie auf www.schau-hin.info in den Bereichen „TV & Film“ bzw. „Games“ sowie bei weiteren Portalen wie www.kinderfilmwelt.de und www.topvideonews.de bzw. www.spielbar.de und www.spieleratgeber-nrw.de.

Mediengeschenke gemeinsam nutzen

Weihnachtspräsente sind auch ein besonderes Erlebnis für die ganze Familie, wenn sie die neuen Geräte gemeinsam entdeckt und Spiele sowie Apps zusammen ausprobiert. Für medienfreie Zeiten bietet die kostenlose SCHAU HIN!-App zahlreiche Spieltipps für drinnen, draußen und unterwegs.

Eltern finden auf der SCHAU HIN!-Website (www.schau-hin.info) neben der App und Medienempfehlungen konkrete Hinweise zu Sicherheitseinstellungen und Jugendschutzprogrammen.

„SCHAU HIN! Was Dein Kind mit Medien macht“ ist eine gemeinsame Initiative des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, des Telekommunikationsunternehmens Vodafone, der beiden öffentlich-rechtlichen Sender Das Erste und ZDF sowie der Programmzeitschrift TV SPIELFILM. Der Medienratgeber für Familien unterstützt seit 2003 Eltern und Erziehende dabei, ihre Kinder im Umgang mit Medien zu stärken.

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