16.03.2015

Chatten kinderleicht: So erkennen Eltern gute Angebote

Chatten ist für viele Kinder und Jugendliche eine spannende Form der Kommunikation. Damit Kinder möglichst geschützt sind, empfiehlt „SCHAU HIN!“, der Medienratgeber für Familien, Eltern, geeignete Angebote auszuwählen, die moderiert und möglichst werbefrei sind.

„Es ist wichtig, dass Eltern die Übersicht behalten, welche Communities ihr Kind nutzt und mit wem es sich austauscht. Sinnvoll ist es, zusammen mit dem Kind geeignete Angebote auszusuchen“, empfiehlt Kristin Langer, Mediencoach von „SCHAU HIN! Was Dein Kind mit Medien macht“. Dabei sind die Geschäftsbedingungen sowie die Daten- und Jugendschutzbestimmungen zu prüfen.

Kriterien für gute Kindercommunities

Für Kinder sind nur kindgerechte, von geschulten Moderatoren begleitete Netzwerke zu empfehlen, in denen unpassende Inhalte entfernt und User, die sich nicht an die Regeln halten, gesperrt werden. An die Moderatoren können sich Kinder jederzeit wenden, um Inhalte zu melden und um Hilfe zu bitten. Zudem sollten die Angebote möglichst werbefrei sein. Generell gilt: Ab dem Lesealter kann sich ein Kind hier ruhig ausprobieren. In altersgerechten Angeboten sind Kinder unter sich und können mit Gleichgesinnten kommunizieren. Messenger und soziale Netzwerke für Jugendliche und Erwachsene sind nicht geeignet für Kinder, da sie viele Themen und Funktionen noch nicht verstehen, leicht mit ungeeigneten Inhalten konfrontiert und belästigt werden können.

Chatregeln vermitteln

Am besten besprechen Eltern vor der Anmeldung mit ihrem Kind ein paar Chatregeln:

1. Anmeldungen bei und Nutzung von Internetdiensten immer erst mit den Eltern besprechen.

2. Nur unpersönliche Chatnamen verwenden, keine privaten Informationen veröffentlichen und bedenken, dass Bilder und Clips auch gespeichert und weiterverwendet werden können.

3. Kontakt zu fremden Chatpartnern vermeiden, sich zu nichts überreden lassen, unangenehme Gespräche abbrechen und die Person melden sowie blockieren.

4. Den Chat niemals in privaten Räumen oder Nachrichten fortsetzen oder sich „real“ treffen.

5. Vereinbaren, dass sich Kinder bei Fragen oder unangenehmen Situationen an die Eltern wenden.

Weitere Informationen

Gute Angebote finden Eltern bei seitenstark.de/chat, kindernetz.de/netztreff, tivitreff.de, chat.kindersache.de, juki.de (ab 8 Jahren) sowie helles-koepfchen.de/forum, mein-kika.de und kidsville/kidsvilla (ab 10 Jahren). Auch über Kindersuchmaschinen wie fragfinn.de oder blinde-kuh.de sowie die Kinderstartseite meine-startseite.de (alle empfohlen ab 6 Jahren) finden Kinder sichere Communities. Tipps zum sicheren Chatten und weitere altersgerechte Angebote finden erhalten Eltern auf schau-hin.info unter „Soziale Netzwerke“ sowie auf chatten-ohne-risiko.net. Zudem bietet das Bundesfamilienministerium das Materialpaket „Chatten. Teilen. Schützen!“ an.

„SCHAU HIN! Was Dein Kind mit Medien macht“ ist eine gemeinsame Initiative des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, des Telekommunikationsunternehmens Vodafone, der beiden öffentlich-rechtlichen Sender Das Erste und ZDF sowie der Programmzeitschrift TV SPIELFILM. Der Medienratgeber für Familien unterstützt seit 2003 Eltern und Erziehende dabei, ihre Kinder im Umgang mit Medien zu stärken.

Anmerkung für Redaktionen: Wir vermitteln auch gern Interviewpartner zu dem Thema.

Kontakt
SCHAU HIN!
c/o WE DO communication GmbH
Chausseestraße 13
10115 Berlin

Karsten Neumann
Tel.: 030 5268 52 132
Fax: 030 5268 52 222
E-Mail: presse@schau-hin.info
Online: www.schau-hin.info

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