03.06.2015

Erstes Smartphone: Vereinbarungen schaffen Vertrauen

Tippen, Wischen, Surfen: Kinder sind fasziniert von den zahlreichen Möglichkeiten, die ein Smartphone bietet. Diese 5 Tipps empfiehlt „SCHAU HIN! Was Dein Kind mit Medien macht.“, der Medienratgeber für Familien, wenn Eltern ihrem Kind ein Smartphone erlauben.

Während ein Handy ab 9 Jahren okay ist, sind Jugendliche meist mit 11 bis 12 Jahren reif genug für ein Smartphone, wenn sie schon ausreichend Erfahrung mit Mobiltelefonen und Internet haben. Funktionen wie Surfen, Spielen, Fotografieren und Chatten können Kinder zuvor über Familiengeräte begleitet von den Eltern ausprobieren. Doch wichtiger als das Wann ist das Wie.

Nutzungsregeln vereinbaren

„Wenn Eltern ihrem Kind ein Smartphone erlauben, erproben sie mit den jungen Nutzern am besten einige Funktionen und vereinbaren gemeinsam Nutzungsregeln, die sie auch schriftlich festhalten können“, so SCHAU HIN!-Mediencoach Kristin Langer. Solch eine Vereinbarung stärkt das Vertrauen und hilft Kindern, mit dem Gerät verantwortungsbewusst umzugehen. Die Vereinbarung umfasst  Punkte zu Verhalten, Sicherheit, Datenschutz, Downloads und Kosten, aber auch mögliche Konsequenzen. Vorlagen finden Eltern etwa bei www.mediennutzungsvertrag.de. Verbote hingegen helfen wenig. Wichtiger ist, dass sich Eltern dafür interessieren, wie ihr Kind das Smartphone nutzt und mit wem es in Kontakt ist, sie sollten bei Problemen ansprechbar sein.

Smartphone-Pausen einlegen

Damit Kinder das Smartphone bewusst nutzen, können Eltern vereinbaren, dass es beim Essen, bei den Hausaufgaben oder vor dem Schlafengehen Sendepause hat. Das Smartphone kann zumindest anfangs abends an einen festen Platz gelegt oder bei den Eltern abgegeben werden. Eltern sind Vorbilder, indem sie zeigen, dass man nicht ständig erreichbar sein muss.

Geräte sichern

Eltern richten zu Beginn gemeinsam mit ihrem Kind das Smartphone ein und aktivieren die Sicherheitseinstellungen. So können sie erklären, wann GPS, WLAN und Bluetooth besser ausgeschaltet bleiben und wie sie eine Antiviren-App nutzen. Eine Jugendschutz-App zu nutzen ist ratsam: Die „Vodafone Child Protect App“ oder die „Surfgarten App“ der Deutschen Telekom schützen ältere Kinder über einen integrierten Jugendschutzfilter vor unerwünschten Anrufen, Nachrichten und Webinhalten. Nutzen jüngere Kinder das Familien-Tablet/Smartphone, empfiehlt sich die App „Meine-Startseite“ vom Bundesfamilienministerium, die einen geschützten Surfraum bietet. Wichtig: Diese Hilfsmittel ergänzen die Begleitung durch die Eltern, ersetzen sie aber nicht.

Daten schützen
Gerade für die mobile Kommunikation können Eltern ihrem Kind zu einem umsichtigen Umgang mit persönlichen Daten raten. Dazu gehört, ein sicheres Passwort aus Zahlen, Groß- und Kleinbuchstaben sowie Sonderzeichen zu verwenden, das man regelmäßig ändert; private Daten wie Handynummer, Standort, eigene Bilder und Clips nicht an Fremde weiterzugeben; unbekannte Kontakte zu blockieren und Downloads oder Anmeldungen zumindest anfangs nicht allein durchzuführen. So können Eltern etwa Anwendungen auf Datenschutzrisiken oder anfallende Kosten prüfen.

Kosten beachten

Damit Kindern bewusst wird, welchen Kosten das Smartphone verursacht, können sich diese an der Anschaffung und an den Kosten des Handytarifs zumindest beteiligen. Dabei kann man auch zusammen überlegen, ob es wirklich gleich das neueste Markenmodell sein muss. Für eine bessere Übersicht eigenen sich Prepaid-Verträge oder solche mit Kostenlimit. Zudem erklären Eltern ihrem Kind In-App-Käufe und wie diese bei Spielen zu Kostenfallen werden können.

Auf www.schau-hin.info finden sich im Bereich „Mobile Geräte“ Wissenswertes, Goldene Regeln, Antworten auf Elternfragen, Tipps zu Sicherheitseinstellungen und Jugendschutz-Apps sowie App-Empfehlungen zusammen mit www.app-tipps.net. Eine Broschüre und ein Trickfilm ergänzen das Angebot. Weitere Informationen für Jugendliche bietet www.handysektor.de.

„SCHAU HIN! Was Dein Kind mit Medien macht.“ ist eine gemeinsame Initiative des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, des Telekommunikationsunternehmens Vodafone, der beiden öffentlich-rechtlichen Sender Das Erste und ZDF sowie der Programmzeitschrift TV SPIELFILM. Der Medienratgeber für Familien unterstützt seit 2003 Eltern und Erziehende dabei, Kinder im Umgang mit Medien zu stärken.

Anmerkung für Redaktionen: Wir vermitteln auch gern Interviewpartner zu dem Thema.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:

SCHAU HIN!
c/o WE DO
communication GmbH
Chausseestraße 13
10115 Berlin

Karsten Neumann
Telefon: 030 52 68 52-132 | Telefax: -222
info@schau-hin.info | www.schau-hin.info

PM "Erstes Smartphone: Vereinbarungen schaffen Vertrauen" (213 KB)