17.09.2015

Weltweites Wissen: Hausaufgaben per Klick

Das Internet bietet Kindern unendlich viele Informationen, auch für die Schule. Doch kommt es darauf an, dass Kinder diese auch kompetent suchen und bewerten, wie die aktuelle OECD-Studie zeigt. „SCHAU HIN! Was Dein Kind mit Medien macht“, der Medienratgeber für Familien, empfiehlt Eltern, mit ihrem Kind die Suche im Netz zu üben und auf passende Seiten zu achten.

Schnell etwas für die Hausaufgaben oder ein Referat recherchieren: Im Internet findet sich auf alles eine Antwort. Doch ist es gerade für Kinder nicht immer leicht, das Richtige auszuwählen. Zudem können sie dabei auch mit ungeeigneten Inhalten konfrontiert werden. „Informationen im Internet zu suchen und zu prüfen, fordert und fördert Kinder, kann aber Surfanfänger überfordern. Wichtig ist daher, dass Eltern die Netzsuche mit ihrem Kind trainieren. So sehen sie, wie es dabei vorgeht und können ihm zeigen, wie es gute Angebote erkennt“, meint SCHAU HIN!-Mediencoach Kristin Langer.

Kindgerechte Angebote nutzen
Besonders für Kinder unter zehn Jahren eignen sich Kinderseiten und -suchmaschinen. Diese enthalten kindgerechte Inhalte oder verweisen darauf, bereiten Informationen verständlich und anschaulich auf, sind übersichtlich gestaltet sowie möglichst werbefrei. Bei der Suche zu Afrika etwa erhalten Kinder passende Geschichten und Spiele statt unendlicher Textblöcke, nerviger Werbung oder verstörender Kriegsfotos. Geeignete Seiten sind als Lesezeichen im Browser zu speichern. Mit der nötigen Surferfahrung können ältere Kinder auch Suchmaschinen für Erwachsene nutzen, wenn Filter wie „Google SafeSearch“ sowie Sicherheitseinstellungen im Browser aktiviert und Jugendschutzfilter installiert sind. Darauf hat auch die Schule zu achten.

Richtig suchen
Mit eindeutigen Suchbegriffen in richtiger Schreibweise lassen sich eher passende Treffer erzielen. Überschriften und Textausschnitt geben erste Schlüsse auf den Inhalt. Da der erste Treffer nicht immer der beste ist, auch weitere Seiten anklicken, um zu vergleichen. Dabei auf Impressum und Autor der Texte achten, um einzuschätzen, ob die Quelle seriös ist. Durch Angebote wie das „Internet ABC“ oder die „Internauten“ können Kinder das sichere Surfen lernen.

Nicht kopieren
Gute Fundstellen können dazu verlocken, den Text einfach zu kopieren. Doch wird dieses Plagiat entdeckt, kann die Aufgabe mit „ungenügend“ bewertet werden. Zudem lernen Kinder so nicht nachhaltig, denn erst die aktive Beteiligung beim Lernen wird sich erfolgreich auf Klassenarbeiten oder mündliche Mitarbeit auswirken. Auch können kopierte Textstellen Fehler enthalten. Besonders peinlich kann sein, wenn mehrere Schüler dieselbe Quelle nutzen und die Arbeiten nahezu identisch sind. Darauf weisen Eltern ihr Kind besser hin und prüfen stichpunktartig, wenn die Hausaufgabe zu sehr nach „Wikipedia“ klingt. Zudem unterliegen Inhalte im Internet dem Urheberrecht. Zwar erlauben viele Seiten die Nutzung von Texten oder Bildern für die Schule, gerade wenn diese mit einer Creative-Commons-Lizenz gekennzeichnet sind, jedoch ist immer die Quelle anzugeben.

Angebote prüfen
Viele Eltern sind auch auf der Suche nach unterstützender Lernsoftware oder Lernportalen. Wichtig ist, dass diese nach Klassenstufe und Fächern unterteilt sind, sich am Lernplan sowie am Wissenstand des Kindes orientieren und regelmäßige Erfolge bieten. Empfehlenswert sind multimediale Angebote wie Video-Tutorials, die etwa Mathe-Formeln unterhaltsam und einprägsam erklären. Tipps von Lehrern oder anderen Eltern, Siegel und Preise wie „digita“, „Comenius“, „Giga Maus“ oder „Tommi“ sowie Empfehlungsseiten helfen bei der Orientierung.

Lernstoff selbst aufbereiten
Für ältere Kinder und Jugendliche eignen sich auch Instrumente, um Informationen online zusammen aufzubereiten, etwa in Wikis, Mindmaps, Infografiken, Präsentationen oder eigenen Tutorials. Dies kann gerade auch die Schule unterstützen, um digitale Kompetenzen, aber auch kollaboratives Lernen zu fördern. Denn: Je eigenständiger, interaktiver und anschaulicher der Stoff aufbereitet ist, umso effektiver lernen Kinder.

Als Kindersuchmaschinen eignen sich u.a. blinde-kuh.de, fragfinn.de und helles-koepfchen.de, als Kinderseiten meine-startseite.de, als Kinder-Wiki klexikon.de. Auf internet-abc.de finden sich im Bereich „Schule & Hobby“ ein Schulfachnavigator, ein Recherche-Ratgeber sowie eine Datenbank mit Software zum Lernen. Gute Wissensseiten für Kinder gibt es auch auf klick-tipps.net/lernen. Informationen zu Sicherheitseinstellungen und Jugendschutzfilter erhalten Eltern auf schau-hin.info.

„SCHAU HIN! Was Dein Kind mit Medien macht.“ ist eine gemeinsame Initiative des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, des Telekommunikationsunternehmens Vodafone, der beiden öffentlich-rechtlichen Sender Das Erste und ZDF sowie der Programmzeitschrift TV SPIELFILM. Der Medienratgeber für Familien unterstützt seit 2003 Eltern und Erziehende dabei, Kinder im Umgang mit Medien zu stärken.

Anmerkung für Redaktionen: Wir vermitteln gern Interviews oder bieten weitere Informationen: Projektbüro SCHAU HIN! | Thomas Beck
Telefon: 030 52 68 52-132 | presse@schau-hin.info

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