06.12.2018

Das brauchen wir, damit der Digitalpakt wirkt: Medienbildung als gesellschaftliche Querschnittsaufgabe

Landesweite Fachtagung zur Qualität in der Medienbildung in M-V am 03.12. in Schwerin stellte Projektergebnisse vor

Auf der Fachtagung: Dr. Lars Schulhoff mit einer digitalen Filmbrille

Auf der Fachtagung: Dr. Lars Schulhoff mit einer digitalen Filmbrille

Quelle: LAG Medien

Am Montag, den 3. Dezember 2018, kamen zur Fachtagung „Qualität in der Medienbildung“ 61 Teilnehmende in der ATARAXIA in Schwerin zusammen. Akteure der medienpädagogischen Arbeit, die im letzten Projektjahr das Qualitätsverfahren erprobt haben, präsentierten und informierten über ihre Medienpädagogischen Facharbeitsstellen (MFA).

Dr. Ulrike Möller, stellv. Leiterin des Medienpädagogischen Zentrum im Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur, plädierte für die Notwendigkeit der eng miteinander verzahnten Zusammenarbeit der schulischen und außerschulischen Akteure in der Bildungslandschaft in Mecklenburg-Vorpommern, auch im Hinblick auf die Möglichkeiten des Digitalpaktes.

Für eine gute Medienbildung ist eine interministerielle Kooperation notwendig. Insbesondere die Zusammenarbeit mit den medienpädagogischen Multiplikatorinnen und Multiplikatoren der Schulen und medienpädagogischen Facharbeitsstellen im außerschulischen Bereich ist als Teil der langjährigen Partnerschaft hervorzuheben.

Dr. Lars Schulhoff, Referatsleiter für Jugend im Ministerium für Soziales, Integration und Gleichstellung, betonte in seiner Rede die wachsende Bedeutung der außerschulischen Medienbildung für die Kinder- und Jugendhilfe. Digitale Rechte und Pflichten gehören aus seiner Sicht zwingend zur kompetenten Mediennutzung von Kindern und Jugendlichen dazu. Dazu müssen Fachkräfte der Kinder- und Jugendbildung für Medienkompetenz gut qualifiziert werden.

Das Modell- und Strukturprojekt „Qualität in der Medienbildung“ der Landesarbeitsgemeinschaft Medien M-V e. V. (LAG Medien) brachte auch eine verbesserte Vernetzung der Akteure durch regelmäßigen Austausch. Mit dem Projekt wurden das Ziel der Sicherung von Fachlichkeit in der medienpädagogischen Arbeit im Land verfolgt, vorhandene Fachkräftepotentiale weiterentwickelt und die Situation der medienpädagogischen Facharbeitsstellen in Mecklenburg-Vorpommern sichtbar gemacht.

An Thementischen konnten sich die Teilnehmenden zu Themen wie Fachkräfteprogramm, Qualifizierung, Vernetzung, und Politik fragt Medienpädagog*innen austauschen. Verschiedenste Akteure aus den Bereichen Kultur, Politik und Verwaltung, Medienpädagogik, frühkindlicher Bildung bis hin zur Hochschulbildung diskutierten rege und ergebnisorientiert.

Abschließend ging der Direktor der Medienanstalt M-V, Bert Lingnau, in seiner Rede auf Perspektiven in der Medienbildung in M-V ein. Klar wurde: An einem Fachkräfteprogramm zur Professionalisierung der Medienbildung in Mecklenburg-Vorpommern führt kein Weg vorbei. Medienbildung ist nur durch gemeinsame Anstrengung aller Pädagoginnen und Pädagogen und Medienkompetenzvermittelnden in Schule, Ausbildung und außerschulischer Bildung zu vermitteln. Dazu brauchen wir Ressourcen, Koordination und einen langen Atem.

Kontakt: Julia Lass, LAG Medien M-V e. V., julia.lass@lagmedien-mv.de, T. 0381 20354-13, www.lagmedien-mv.de

Quelle: Pressemitteilung der Landesarbeitsgemeinschaft Medien Mecklenburg-Vorpommern e. V. vom 06.12.2018

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