18.03.2014

Sicher surfen mit Filtern, Apps und gemeinsamen Regeln

Kinder und Jugendliche surfen gern im Netz. Damit sie dabei sicher unterwegs sind, empfiehlt „SCHAU HIN! Was Dein Kind mit Medien macht.", der Medienratgeber für Familien, Eltern neben dem Einsatz technischer Hilfen eine aktive Begleitung ihres Kindes und die gemeinsame Vereinbarung von Surfregeln, die auch Dauer und Inhalte umfassen.

Zwar haben laut einer Studie über 80 Prozent der Eltern von Jugendschutzprogrammen gehört, doch nur 20 Prozent setzen diese ein. Oft fragen sich Eltern, welche technischen Hilfsmittel ratsam sind und welche Regeln sie ihren Kindern mit auf den Weg durchs weltweite Netz geben sollen.

Kristin Langer, Mediencoach von „SCHAU HIN!" empfiehlt: „Es ist wichtig, dass sich Eltern über technische Angebote im Netz informieren, aber nicht allein darauf verlassen, denn sie ersetzen nicht ihre Begleitung. Dazu gehört, mit dem Kind über problematische Inhalte auf Webseiten zu reden und gemeinsame Vereinbarungen treffen." Diese können auch schriftlich festgehalten werden und etwa die Dauer am Tag oder pro Woche, feste Zeitfenster sowie Inhalte umfassen, die das Kind nutzen darf bzw. nicht. Generell ist es für Eltern ratsam, ein Auge darauf zu haben, was ihr Kind sich anschaut, verbreitet oder herunterlädt. Hierfür empfiehlt es sich, dass Kinder unter zwölf Jahren im Familienzimmer surfen.

Technischen Schutz an Bedürfnisse des Kindes anpassen

„Jüngere und ältere Kinder brauchen unterschiedliche Bewegungsräume im Netz, die sich an ihrem Schutzbedürfnis und ihrem Interesse orientieren", so Langer. Bei jüngeren Kindern bietet sich an, ein eigenes Benutzerkonto im Betriebssystem einzurichten und bestimmte Kindersuchmaschinen und -startseiten wie „fragFINN", „Blinde Kuh" und „Meine Startseite" als Favoriten festzulegen. Als Programm empfiehlt sich die Installation eines geschützten Surfraums wie den „KinderServer", der nur das Surfen auf vorab geprüften Kinderseiten zulässt. Bei älteren Kindern ab etwa zwölf Jahren ist eine Jugendschutzsoftware wie „JusProg" eine sinnvolle Unterstützung, wenn sie richtig verwendet und altersgerecht eingestellt wird. Dabei werden ungeeignete Websites auf Basis bestimmter Schlagworte gefiltert. Eltern sind gut beraten, die Einstellungen regelmäßig zu überprüfen und den Zugang mit einem sicheren Passwort zu sperren.

Auch mobil sicher surfen
Wichtig ist auch, den Schutz für mobile Geräte wie Smartphones oder Tablets zu aktivieren. Das Angebot reicht hier mittlerweile von Programmen, die den Zugriff auf eine vorgegebene Auswahl an Apps beschränken, speziellen Kinder-Browsern, die das Surfen auf vorab geprüfte Websites beschränken bis hin zu Jugendschutz-Apps. Die App „Meine-Startseite" ermöglicht einen geschützten Surfraum, der auf dem KinderServer aufbaut und die Whitelist der Kindersuchmaschine „fragFINN", die geprüften Links der Kindersuchmaschine „Blinde Kuh" sowie alle Webseiten mit einer Anbieterkennzeichnung bis 12 Jahren beinhaltet. Auch die „Vodafone Child Protect App" filtert unerwünschte Inhalte über die Negativliste der Software „JusProg".

Geräte direkt sichern
Ob stationär oder mobil, bei jedem Gerät, ob Computer, Tablet, Smartphone oder Konsole, kann man Jugendschutzfunktionen über Altersangaben einstellen und Zeitkonten einrichten. die meisten Betriebssysteme bieten auch die Möglichkeit, in einem geschützten Bereich direkt am Gerät Sicherheitseinstellungen vorzunehmen und damit gewisse Funktionen wie die Installation von Programmen einzuschränken oder ganz zu unterbinden. Dies sollte bei Kindern bis zwölf Jahren generell Aufgabe der Eltern sein. Die Möglichkeit der Zeitlimitierung ist nur einzusetzen, wenn andere Lebensbereiche stark vernachlässigt werden.

Die Website des Medienratgebers „SCHAU HIN!" www.schau-hin.info gibt Eltern im Bereich „Internet" und „mobile Geräte" konkrete Hinweise zu Sicherheitseinstellungen für diverse Betriebssysteme, Browser und Geräte. Geeignete kostenlose Software finden Eltern beispielsweise auf www.kinderserver-info.de sowie www.jugendschutzprogramm.de. Empfehlungen für kindgerechte Websites finden Eltern etwa bei www.klick-tipps.net oder www.seitenstark.de.

„SCHAU HIN! Was Dein Kind mit Medien macht.“ ist eine gemeinsame Initiative des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, des Telekommunikationsunternehmens Vodafone, der beiden öffentlich-rechtlichen Sender Das Erste und ZDF sowie der Programmzeitschrift TV SPIELFILM. Der Medienratgeber für Familien unterstützt seit 2003 Eltern und Erziehende dabei, Kinder im Umgang mit Medien zu stärken.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:
Projektbüro “SCHAU HIN!” | Karsten Neumann
Telefon: 030 52 68 52-132 | Telefax: -222
presse@schau-hin.info | www.schau-hin.info

Anmerkung für Redaktionen: Wir vermitteln auch gern ein Interview zu diesem Thema.

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