Medientagebuch

Ein Angebot von www.sicherheit-macht-schule.de

Beschreibung

Mediennutzung ist für Schülerinnen und Schüler selbstverständlich. Neugier und Freude am Entdecken erleichtern ihnen z.B. den Umgang mit dem Computer und dem Internet. Intuitiv und interessengeleitet erschließen sie sich das große World Wide Web.

Um so wichtiger ist es, ein Bewusstsein für mögliche Gefährdungen zu entwickeln, um diesen verantwortungsvoll zu begegnen.

Das Führen eines Medientagebuches liefert die Grundlage für eine kritische Analyse der eigenen Mediennutzung. Dadurch können die Kinder Verhaltensregeln herleiten, die sie individuell anpassen und im Alltag praktisch umsetzen.

Das Angebot richtet sich an Grundschulkinder, kann aber auch mit älteren Kindern und Jugendlichen durchgeführt werden.

Ziele

  • Erkennen von Sicherheitsregeln
  • Ableitung praktischer Regeln für einen verantwortungsvollen Umgang:

- Dokumentation und kritische Reflexion der eigenen Mediennutzung

- Herleiten von Verhaltensregeln im Umgang mit Medien

- Förderung der Schreibkompetenz                   

Fachbezug

Fachunabhängig, empfehlenswert für Deutsch

Medien | Medieninhalte

Medienübergreifend

Zielgruppe

Kinder ab 6 Jahren

Teilnehmerzahl | Begleitung

Klassenstärke | 1 pädagogische Fachkraft

Ablaufform und -dauer

3 Phasen über 1-2 Wochen, selbstständiges Führen des Medientagebuches durch die Schülerinnen und Schüler

Sozialform(en)

Plenum, Gruppenarbeit, Einzelarbeit

Methode(n)

Dokumentation, Tagebuch, Aufsatz, Verhaltensregeln

Ablaufskizze

Phase 1 – Führen des Medientagebuches

Das Medientagebuch wird in Form von Arbeitsblättern geführt, die geschlossene Standards zur Auswahl vorgeben und ergänzend freie Einträge zur individuellen Mediennutzung ermöglichen. Die Schülerinnen und Schüler erfassen auf diese Weise, über einen Zeitraum von 1-2 Wochen, ihre tägliche Mediennutzung.

Phase 2 – Gemeinsame Analyse

Die quantitative Auswertung durch die pädagogische Fachkraft sowie die Erfahrungen der Kinder mit ihren Medientagebüchern bilden die Grundlage für die gemeinsame Analyse der Angaben zur Mediennutzung. Die sicherheitsrelevanten Aspekte werden in Arbeitsgruppen recherchiert und um technische Kenntnisse vertieft.

Phase 3 – Fazit: Verhaltensregeln für die Mediennutzung

Zum Abschluss werden gemeinsam praktische Verhaltensregeln für die Mediennutzung hergeleitet und in einer Liste zusammengestellt: Aufmerksamkeit, Eigenverantwortung und Kenntnis technischer Sicherheitsmaßnahmen bilden die Basis.

Ergebnis: Kritische Reflexion und praktische Maßnahmen

In einem Aufsatz beurteilen die Schülerinnen und Schüler ihre bisherige Mediennutzung kritisch, z.B. im Hinblick auf Sicherheit, und stellen gegebenenfalls eine Liste individueller Maßnahmen auf, um ihre eigene Sicherheit zu erhöhen.

Materialien und Technik

Arbeitsblätter (Vorlage Medientagebuch, Infobrief an die Eltern, Einverständnis der Eltern) finden Sie unter www.sicherheit-macht-schule.de.

Mögliche Ansprechpartner und Kontakte

Medienpädagoginnen und -pädagogen

Anregungen für die Eltern- und Familienarbeit

Ein Medientagebuch bietet eine sehr gute Möglichkeit, um die eigene Mediennutzung zu erfassen und kritisch zu hinterfragen. Um Kinder und Jugendliche zu einer Kritikfähigkeit führen zu können, bedarf es der elterlichen Unterstützung. Die Eltern haben für Kinder und Jugendliche eine Vorbildfunktion – auch in ihrer Mediennutzung.

Das Medientagebuch eignet sich ebenso zum Erfassen und Hinterfragen der elterlichen Mediennutzung. Es wird empfohlen, auch die Eltern und gegebenenfalls Großeltern Medientagebücher führen zu lassen. Diese können mit denen der Schülerinnen und Schüler verglichen und anschließend diskutiert werden. Darüber hinaus sollten Eltern und Kinder gemeinsame Verhaltensregeln für die familiäre Mediennutzung aufstellen.


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