Mit Smartphone und Co. auf Reisen gehen

Digitale Medien für Reiseplanung und zur Dokumentation

Beschreibung

Viele ältere Menschen reisen sehr gern. Unabhängig davon, welche Reiseziele erkundet werden sollen – neue Medien können das Reisevorhaben bereichern und erleichtern, begonnen von der Planung über die Nutzung von Online-Stadtführern bis hin zum Speichern und Gestalten von Erinnerungen. Welche Reiseanbietenden finden sich im Internet? Worauf muss ich achten, wenn ich eine Reise über das Internet plane? Wie kann mir das Smartphone während der Reise helfen? Wie halte ich beeindruckende Momente schnell und unkompliziert fest und lasse Foto- und Filmaufnahmen unvergesslich werden? Wie kann ich Urlaubsfotos und -videos nachbearbeiten?

Dieses Angebot richtet sich an Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die Neues entdecken und ausprobieren und sich bei der Planung ihrer Reise nicht ausschließlich auf die Rundumbetreuung durch das Reisebüro verlassen möchten.
Ergänzt werden kann der Kurs durch das Angebot „Dem Augenblick Dauer verleihen – Möglichkeiten des digitalen Fotografierens“, bei dem die Teilnehmenden lernen, ihre Urlaubsfotos nachzubearbeiten und „zu konservieren“.

Ziele

  • Entwicklung instrumentell-qualifikatorischer Fähigkeiten und Fertigkeiten
  • Erwerben von Gestaltungswissen zu unterschiedlichen Medien auf der Grundlage ästhetischer, logischer und funktionaler Kriterien
  • Lernen, Medien für die eigenen Anliegen auszuwählen
  • Lernen, persönliche Daten zu schützen
  • Erwerben von Wissen über Medienarten und deren Vernetzung
  • Sensibilisieren für mediale und Auseinandersetzen mit medialen Entwicklungen
  • Kennenlernen und Ausprobieren erster Funktions- und Nutzungsweisen
  • Aneignen und Anwenden von Gestaltungswissen
  • Entwickeln sozialer Kompetenzen 

Medien | Medieninhalte

Computer, Smartphone, Tablet, Tablet-PC | Foto- und Videobearbeitungsprogramme 

Teilnehmerzahl | Begleitung

Bis zu 15 Teilnehmerinnen/Teilnehmer | 2 – 3 Kursleiterinnen/-leiter, 1 Medienpädagogin/-pädagoge

Ablaufform und -dauer

Projekt | 3 Tage

Sozialform(en)

Einzelarbeit, Gruppenarbeit, Plenum

Methode(n)

Erzählkreis, ➔ ABC-Liste, ➔ (Verdeckte) Punktabfrage, Vortrag

Ablaufskizze

Tag 1 – Vorstellung und Einführung in die Buchung eines Urlaubs (ca. 3 h)

Erfahrungsaustausch (ca. 20 min)

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden zu ihrem Reiseverhalten befragt. Dies kann im offenen Gesprächskreis geschehen. Sie berichten, welche Erfahrungen sie bei der Buchung ihrer Reisen gemacht haben, ob sie dies bevorzugt im Reisebüro tun oder die Reise privat organisieren und welche Erwartungen sie mit dem Kurs verbinden.

Im Anschluss wird mithilfe einer ➔ (Verdeckten) Punktabfrage die Mediennutzung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer ermittelt.

Reiseplanung (ca. 1 h)

In einem Vortrag werden den Teilnehmerinnen und Teilnehmern Möglichkeiten der Reiseplanung im Internet vorgestellt. Dazu zeigen die Durchführenden auf einer Präsentationswand diverse auf unterschiedliche Zielgruppen ausgerichtete Angebote. Beispiele finden sich unter Weiterführende Links und Literatur. Neben der Anleitung zur Navigation auf den Seiten ist es sinnvoll, den Datenschutz bereits im Vortrag zu thematisieren, da schon während der Suche nach Anbietenden Daten gesammelt werden. Vertiefend kann an dieser Stelle das Angebot „Meine, deine, unsere Daten“ bearbeitet werden. Außerdem werden Zahlungsmöglichkeiten im Internet vorgestellt und hinsichtlich ihrer Sicherheit bewertet.

Anschließend suchen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer jeweils eine der vorgestellten Webseiten aus und sehen sie sich genauer an. Die Teilnehmenden beantworten zu ihrer ausgewählten Webseite einige Fragen auf einem Arbeitsblatt. Es geht dabei um den ersten Eindruck, die Übersichtlichkeit und „Benutzerführung“, die Navigation, inhaltliche Besonderheiten usw. Ein Kriterienkatalog wird zur Verfügung gestellt, um die Vergleichbarkeit der Ergebnisse zu sichern. Eine Kursleiterin/ein Kursleiter steht jederzeit zur Verfügung, um aufkommende Fragen zu beantworten.

Im nächsten Schritt werden die Fragebögen in einer Gesprächsrunde ausgewertet und die Angebote in einem Raster zusammengefasst, so dass Vorzüge und Nachteile der Anbietenden ersichtlich sind. Außerdem wird über Vor- und Nachteile einer Reisebuchung im Internet gesprochen. Aus Sicht der lokalen Wirtschaftsförderung sollte erwähnt werden, dass es u.U. sinnvoll sein kann, sich ausführlich im Internet zu informieren, die Buchung aber dennoch im Reisebüro vorzunehmen, wenn die Möglichkeit dazu besteht.

Eine fiktive Reise buchen (ca. 1 h)

Nachdem die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sich erneut eine Website ausgewählt haben, die ihnen – nach Eigen- oder Fremdeinschätzung – am meisten zusagt, haben sie nun die Aufgabe, eine fiktive Reise zu buchen. Die Buchung soll bis zum letzten Klick erfolgen – der aber ausgelassen wird, damit keine Kosten entstehen.

Reflexion (ca. 30 min)

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben eine fiktive Reise gebucht und erste Erfahrungen mit dem Internet als Reisebüro gemacht. Sie tauschen sich über ihre Erfahrungen aus und reflektieren diese. Fragen und Probleme werden angesprochen.

Tag 2 – Reiseplanung (ca. 3 h)

Wiederholung und Ausblick (ca. 20 min)

Da das Angebot womöglich überwiegend von Teilnehmenden genutzt wird, deren nächste Reise tatsächlich kurz bevorsteht, haben sie sich zwischen den Workshops vermutlich mit weiteren Reiseseiten befasst, vielleicht sogar tatsächlich eine Reise gebucht. Dabei aufgetretene Fragen sollten zuerst thematisiert werden. Die Urlaubsvorbereitungen sind damit jedoch längst nicht abgeschlossen. Mittels einer ➔ ABC-Liste werden Themen von A wie Autovermietung bis Z wie Zahlungsmittel für eine weiterführende Reiseplanung gesammelt. Die Gedanken der Teilnehmenden werden zusammengetragen und geordnet.

Anlegen eines Reisetagebuches mit einem Online-Notizbuch (1 h)

Wohin nach der Recherche mit den gesammelten Informationen, Links und Notizen? Elektronische Notizbücher schaffen Abhilfe im Zettelchaos und können darüber hinaus noch viel mehr. Sie ermöglichen das Speichern von Internetseiten und das Zuordnen von Dokumenten zu einer Notiz, Checklisten und Termine können angelegt und Zeichnungen eingefügt werden. Sie lassen sich thematisch ordnen, sind einfach zu bedienen und überall dort verfügbar, wo es Internet „gibt“, unabhängig vom Gerät – also auch auf dem eigenen Smartphone oder Tablet. Notizen werden automatisch zwischen den Geräten synchronisiert, selbst Fotos können direkt ins Notizbuch aufgenommen werden. Die Marktführer Evernote und OneNote bieten die umfangreichsten Funktionen, einfachere Varianten sind auf jedem Smartphone oder Tablet bereits vorinstalliert. Die Teilnehmenden richten sich unter Anleitung einen Zugang ein, installieren die App auf dem Endgerät und legen die ersten Notizbücher und Notizen für ihre Reise an.

Vortrag (20 min)

Ausgehend von den in der Einführung gesammelten Stichworten stellt der Vortrag nützliche Webseiten und Apps vor, die zunächst bei der Reiseplanung helfen, dann aber auch während der Reise zur Vervollkommnung des Urlaubserlebnisses beitragen. Zur Sprache kommen können Informationen zu Kultur, Geografie und Geschichte der Zielregion, virtuelle Guides, der öffentliche Personenverkehr, Routenplanung (auch für Fahrrad oder Wanderungen), Geocaching, Währungsrechner oder rechtliche Bestimmungen im Reiseland. Auch hier sollte noch einmal auf das Thema „Datenschutz“ hingewiesen werden, denn die meisten Apps greifen auf persönliche Daten wie Standort, E-Mail-Adresse und eventuell sogar Kontoinformationen der Nutzenden zu. 

Stationsarbeit: Recherche/Einrichten des eigenen Geräts und Installieren von Apps (1 h pro Station)

Die Teilnehmenden arbeiten in zwei betreuten Gruppen, wobei eine im Internet nach Informationen rund um die Reise sucht und die gefundenen Informationen im zuvor eingerichteten Notizbuch ablegt. Die andere beschäftigt sich mit Reise-Apps, die auf dem mobilen Endgerät vorhanden oder einzurichten sind und prüft die Verwendbarkeit mobiler Versionen von Webseiten, die ebenfalls im Notizprogramm gespeichert werden können.

Tag 3 – Reiseplanung, Teil 2, Einführung in die digitale Fotografie (3 h)

Fortsetzen der Stationsarbeit (1 h + Zeit für Fragen)

Der dritte Tag schließt sich nahtlos an die Stationsarbeit des zweiten an, wobei zu Beginn zwischen den Workshops aufgetretene Fragen geklärt werden sollten. Die Teilnehmenden tauschen dabei die Stationen.

Einführung in die Fotoarbeit (ca. 1,5 h)

Mit digitaler Fotografie mit dem Handy oder Tablet befasst sich das Angebot „Dem Augenblick Dauer verleihen – Möglichkeiten des digitalen Fotografierens“ ausführlich. An dieser Stelle kann das Fotografieren besprochen werden; für das Bearbeiten und Versenden oder Veröffentlichen der Bilder sollten Termine nach den Urlaubsreisen der Teilnehmenden gefunden werden.

Abschluss und Reflexion (20 min)

Eine persönliche Reflexion mittels Moderationskarten ruft den Teilnehmenden die Erkenntnisse, die sie während des Projektes gewonnen haben, aber auch Fragen und Schwierigkeiten noch einmal in Erinnerung. Dies wird im Plenum ausgewertet, und Verabredungen für die ergänzenden Workshops zur digitalen Fotografie werden getroffen. 

Materialien und Technik

Smartphones, Tablets, Computer mit Internetzugang (der Einsatz von Geräten der Teilnehmenden ist erwünscht), Präsentationsmaterial, Beamer und Projektionswand 

Weiterführende Links und Literatur

Kriterien Websitebewertung

 

Mögliche Beispiele für Reiseanbieter im Internet sind:

Mögliche Ansprechpartner und Kontakte

Medienpädagoginnen und -pädagogen

Anregungen zum Angebot

App: „Urlaubsgruß-Postkarten“

Diejenigen, die keine Urlaubsbilder per Nachrichtendienst versenden möchten, haben die Möglichkeit, eine Urlaubspostkarte günstig aus dem Ausland zu versenden. Mit dieser App kann man mit der Smartphone-Kamera „geschossene“ Bilder in eine Postkarte laden und sie dann an eine beliebige Adresse schicken.

Urlaubsvideos erstellen und bearbeiten

Alternativ oder ergänzend zur Fotografie können im Kurs auch mit Smartphone oder Tablet erstellte Videos thematisiert werden. Hierzu kann das Angebot „Do it yourself – YouTube-Videos“ genutzt werden.

Mein Reiseblog

Ein Blog statt vieler Postkarten – ein Reiseblog ermöglicht den Reisenden, ihre Bekannten, Familienmitglieder und Freunde gleichzeitig zu erreichen.
Das Angebot „Heute schon gebloggt?“ zeigt, wie die Erstellung eines eigenen Blogs erfolgen kann. 


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